Meine Großeltern haben mich zur Feria Landaise eingeladen. Mein erster Eindruck? Der Eintrittspreis war ausgesprochen hoch. Nach einer kurzen Ticketkontrolle ging es auf die Zuschauertribüne. Die Show fing ganz harmlos mit Tauziehen an – ohne Schlammpfütze in der Mitte oder andere Besonderheiten. Anschließend wurde Fußball gespielt, als plötzlich eine junge, überdrehte Stierkuh in die von hohen Gitterzäunen umringte Arena eingelassen wurde. Nun war es schwierig, den Ball in die von Warnhütchen markierten Tore zu befördern, ohne von der Stierkuh angegriffen zu werden. Dann bestand die Aufgabe darin, die Kuh mit dem Ball am Kopf und am Hinterteil zu treffen. Anschließend mussten Ballons an den Hörnern der Stierkuh zum Platzen gebracht werden.
Das Ganze mussten sechs junge Männer und zwei junge Frauen schaffen, natürlich Freiwillige. Danach durften alle Kinder in die Arena, um ihr Glück mit dem Ballon an einem Kalb zu versuchen. Blaue Flecken erhielten nur die jungen Erwachsenen.
Es folgten Eselreiten und ein Spiel, bei dem man die Kuh durch Tore und ein Wasserbecken jagen musste. Alles wurde mit Punkten gewertet. Preise waren Champagner und ein Pokal. Inzwischen war es schon Mitternacht, und viele Kinder schauten mit müden Augen drein. Es wurde angeboten, beim Abbau zu helfen, um freien Eintritt beim nächsten Spektakel zu erhalten.
Während der ganzen Show herrschte auf der Zuschauertribüne eine solche Mückenplage, dass ich Mühe hatte, die Kamera ruhig zu halten. Die Show hat mir sehr gefallen. Am besten war es, wenn die von den Kühen Gejagten rennen und an den Gittern hochklettern mussten.
Course Landaise (Quelle: Wikipedia)