Bewohnerinnen und Bewohner erzählen von ihren täglichen Begegnungen mit Tieren, Pflanzen, Meer und Wetter.
Zwischen stiller Beobachtung, Nutzung, Fürsorge und Schutz zeigen ihre Erfahrungen das Médoc als gemeinsam
bewohnten Naturraum – vertraut und schön, aber auch kraftvoll, gefährdet und manchmal herausfordernd.
Begegnung mit Tieren
Hundespaziergang (canimarche)

„Peng!” … “Peng!” knallt es von überallher. Die Kolonne von 13 Autos (ich habe sie gezählt) parkt dennoch
auf einem Parkplatz am Waldrand von Bernon. Heute ist Canimarche mit 17 Hunden. Große Hunde, mittelgroße,
junge, alte, erzogene und unerzogene Hunde springen aus den geparkten Autos. An ihren Leinen festgehalten
beschnuppern, bebellen oder bepöbeln sie einander...
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Der Hüter der Schafe

Auf Einladung der Hundeschule, die ich mit meinem Hund Oscar besuche, habe ich mich am letzten Samstag zu
einem Dressurwettbewerb für Hütehunde begeben. Der fand nicht weit von meinem Wohnort im Fort Médoc/Cussac
statt, dem letzten Brückenkopf an der Garonne zum Schutz des Hafens und der Stadt Bordeaux. Nachdem ich
mir, trotz meiner Turnschuhe, die Knöchel auf dem Kopfsteinpflaster am Eingang des Forts strapaziert
hatte...
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4 Hähne

mail an Médoc actif vom 12. August 2019 18:02h: Ich habe befruchtete Hühnereier gekauft von einer Rasse,
die vom Aussterben bedroht ist, die Merlerault aus der Normandie, aber nach dem Ausbrüten kamen 4 Hähne
zum Vorschein, geboren am 12.5.2019. Ich kann sie leider nicht behalten. Kennen Sie jemanden, der ein
Interesse an den Tieren hätte? LG Syviane...
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Wir wollten immer schon mal Hühner haben...

Gestern war es so weit! Da ging es zu dem Hof, den unsere Tierärztin empfohlen hatte, wo Getreide und
Tiernahrung verkauft werden, und auf Bestellung auch „volailles démarrées“, junges Geflügel, das bereits
Eier legt. Zuhause angekommen, konnte der Einzug in unseren neugebauten Hühnerstall beginnen. Als erstes
zwei „Rouge“, rotbraune Hühner, die gut legen sollen. ..
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Katzenfürsorge

Im paradiesischen Euronat (wahrscheinlich aber auch in anderen Ferienzentren) leben zahlreiche mehr oder
weniger auf sich gestellte Katzen, die ihren Besitzern entlaufen oder von diesen verlassen worden sind,
als die Urlauber sich nach ihren Ferien auf den Heimweg machten...
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Ein sonderbares Schauspiel in den Wäldern des Médoc

Der Herbst ist bei Naturfreunden eine besonders beliebte Jahreszeit: Kurz vor Einbruch der Nacht und in
den ersten Stunden der Dämmerung begeben sich viele von ihnen in die Wälder des Médoc. In dieser
Jahreszeit können Naturliebhaber, Fotografen und Jagdfreunde ein besonderes visuelles, aber mehr noch
akustisches Ritual beobachten, hören und bewundern...
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Natürliche Stille

Früher haben wir zwar auch nicht mitten in Frankfurt gewohnt, sondern am Stadtrand, aber es ist natürlich
trotzdem ein riesiger Unterschied zu der Umgebung hier. Wir müssen ja nur ein paar Schritte tun und sind
sofort in mitten in der Natur. Nachts ist es hier einfach still, ohne ständige Hintergrundgeräusche. Gut,
manchmal bellt vielleicht ein Hund oder eine Katze jault...
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Jagdmorgen

Unser Jagdvormittag begann mitten im Dunst mit der Suche nach Hasenfährten. Die Hunde waren von Anfang an
sehr aufgeregt, aber dann haben wir die Hasenfährte wieder verloren. Während die Jagdgruppe auf der Lauer
lag, sah sie in der Entfernung einen Hirsch querwechseln. Wir haben deshalb den Standplatz verändert, weil
die Hunde nichts mehr fanden...
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Seehund YOU...

Wieder einmal hat der Mensch der Natur „fuck you“ angesagt! Seit mehreren Monaten hat ein Seehund die
Küste Aquitaniens, vor allem aber die herrlichen Strände des Médoc, zu seinem Domizil erwählt. Er ist
offenbar als ziemlich junges Tier an unserer Küste angekommen, nachdem er, der abenteuerlustige
„Jugendliche“, seine ursprüngliche Lebenswelt verlassen hatte. Hier nun hat sich der junge Seehund an die
regelmäßigen Besuche bei Surfern und Strandbesuchern an einen großen Teil der Badestrände der Gironde
gewöhnt...
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Yous Enkel

Erinnern Sie sich? Der Seehund You war aus den eisigen Meeren des Nordens an unsere sonnige Küste
gekommen. Inzwischen dürfte er Großvater sein. Vielleicht erzählte er seinem Enkel von seinen Abenteuern
im Südwesten – denn nun wurde ein junger, verletzter Seehund am Strand von Lacanau gefunden...
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Drachen im Garten

Welche Tiere in den Sumpfgebieten des Médoc leben, konnten wir bei einem Ausflug unseres Vereins
Connaissance du Médoc in das Marais du Conseiller in Le Verdon im Detail erfahren. Unsere kompetente
Begleiterin vom Verein Curuma, die eine der Verantwortlichen für die Betreuung des Sumpfgebietes ist,
hatte in uns ein engagiertes und ebenfalls kompetentes Publikum, denn viele Mitglieder unseres Vereins
sind natürlich Kenner des Médoc – wenn auch eben nicht in allen botanischen und animalischen Details...
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Schlangen-Abenteuer

Ein ziemlich aufregendes Médoc-Erlebnis: Dieter hat im Garten 2 kämpfende Schlangen gefilmt. Die scheinen
in unserem "Brunnenhaus" zu wohnen. Sind das Blindschleichen? Und um was geht es bei ihnen wirklich? Um
den Kampf von zwei Männchen? Oder um ein Hochzeitsritual? Bei Wikipedia lesen wir unter „Blindschleichen“
nach: „In Mitteleuropa liegt die Paarungszeit der Art meist zwischen Ende April und Juni...
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Jagen im Médoc

Ich habe vor langer Zeit mal eine Arbeit im Weinberg eines chateau angenommen. Da gab es einen Tag, an dem
mich der Patron mit der Nachricht empfing, heute würden alle gemeinsam auf die Jagd gehen. Ich solle doch
mitkommen. Bis dahin hatte ich mit Jagd und Gewehr überhaupt nichts zu tun, und so konnte ich nur
erwidern, dass ich weder eine Jagderlaubnis noch ein Gewehr hätte. Dann müsse ich eben an diesem Tag
allein auf dem Weinberg arbeiten...
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Pflanzenwelt
Der Mann, der Bäume pflanzt

Michel hat Bäume seit jeher geliebt. Von Kindesbeinen auf. Als ich ihn kennenlernte, hat mich sofort seine
Naturliebe, seine Liebe für den Wald und jeden einzelnen Baum in seinen Bann gezogen. In Hernan, auf
unserem Hof im Médoc am Ufer der Gironde haben wir zusammen so viele Bäume gepflanzt wie wir nur
konnten...
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Welttag der Feuchtgebiete im Médoc

Wenn Sie wie ich die Naturschutzgebiete der Wälder und Seen des Médoc lieben, dann sollten Sie an den
Ausflügen im Rahmen des Welttags der Feuchtgebiete teilnehmen: Der Welttag der Feuchtgebiete wird seit
1997 jährlich am 2. Februar begangen, im Gedenken an die Ramsar-Vereinbarung (Übereinkommen über
Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung) der
UNESCO. Der Tag soll die öffentliche Wahrnehmung des Wertes und der Vorzüge von Feuchtgebieten
verbessern...
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In die Pilze, fertig, los!

Der Großmeister der Confrérie gastronomique du cèpe de la Pointe du Médoc (gastronomische
Steinpilzbrüderschaft des Nord-Médoc), Claude Caralp, weiß sehr gut um die Freuden, einen Steinpilz zu
finden, „ihn aus dem Boden erscheinen zu sehen, ihn zu säubern, ihn zu schnuppern... und dann – natürlich
– ihn verspeisen zu können.“ Gut bekannt ist die klassische Zubereitung mit Knoblauch und Petersilie, aber
warum nicht auch mit einem Hauch gesalzenem Speck...
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Rote Reben

Der Herbst birgt das Geheimnis der warmen und schillernden Farben, ich werde nich tmüde, mich daran satt
zu sehen. Immer, wenn ich einem Moment Zeit habe, gehe ich hinaus, um diese Farben aufzuspüren.
Glücklicherweise muss ich nicht weit gehen. Besonders in diesem Jahr habe ich Sorge, das Rot-Werden der
Weinsreben zu verpassen. Sind sie eigentlich gelb, bevor oder nachdem sie rot werden...
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Geheimnisvolle Gänseblümchen

Am Rand des Weges zu meinem Haus fiel mir ein ungewöhnliches Gänseblümchen auf. Bei genauer Betrachtung
zählte ich vier Blütenköpfe; der dicke, flache Stängel ist vermutlich aus vier miteinander verwachsenen
Stielen entstanden. Ist das nur eine harmlose Laune der Natur oder steckt mehr dahinter...
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Apfelblüte im Herbst

Man hört es immer wieder: die Natur sei völlig aus dem Lot geraten … Nach einem außergewöhnlich kühlen,
windigen, dürren Sommer, der uns zwar viele, aber kleine Früchte brachte, verführt die Oktobersonne mit
erfrischendem Regen und Altweibersommerhitze den alten Apfelbaum dazu, erneut zu erblühen. Da steht er
nun, im Herbst, mit seinen teils bereits abgeworfenen teils verdorrten Blättern, und doch hoch in Blüte...
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Der wilde Baum

Er steht in meinem Garten, und er ist dennoch ein wilder Baum. Wir haben ihn nicht gepflanzt, er ist von
ganz allein gewachsen, zweifellos ein Überläufer aus dem Nachbargarten. Ein einzelnes
unternehmungslustiges Samenkorn hat eines Tages beschlossen, zu einem Abenteuer aufzubrechen, indem es
alle anderen zurückließ und sich dem Versprechen des Windes überließ...
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Land aus Himmel und Wasser

Auf dem Weg zum Altenheim gibt es eine Stelle, an der ich die Hauptstraße verlasse und auf eine andere
einbiege, die genau nach Westen führt. Sie bahnt sich ihren Weg durch das Pampasgras, dessen seidige
Blütenstände die aufgehende Sonne silbern färbt. Links liegt ein breiter Graben voller glitzernden
Wassers; rechts erstreckt sich das Marschland...
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Schwierige Natur
Strandreinigung

Am Euronat-Hauptstrand hing Ende März eine Einladung zur Strandreinigung für den 31. März 2018, Treffpunkt
10.00h. Wegen des schlechten Wetters am 31. März wurde der Termin auf den 7. April verlegt und dann auch
trotz des ebenfalls wenig freundlichen Wetters durchgeführt. Eingefunden hatte sich ein kleines Dutzend,
(wirklich klein!) Französinnen und Franzosen, zu denen sich ein versprengter Deutscher gesellte...
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Aus dem Meer gerettet...
Es war zu Pfingsten, schönes Sommerwetter und eine ordentliche Brandung, wir haben einen Spaziergang von
Euronat nach Le Gurp gemacht. Der Strand war noch nicht bewacht. Auf der Hälfte des Weges begegneten wir
mehreren Jugendlichen, die am Strand Ball spielten. Im Weitergehen hörten wir sie noch fröhlich ins Wasser
laufen zur Abkühlung. Wir sind nur wenige Schritte weitergegangen, als wir hinter uns eine Frauenstimme
rufen hörten: „Kommt zurück, kommt sofort zurück!!!“ ...
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Februar im Médoc

Das Wetter nervt gewaltig. Es regnet viel und ausgiebig, alles steht unter Wasser – unser Garten, die
Weinfelder, Spazierwege, Wiesen … Leo hat seit einiger Zeit einen pluviomètre, ein Regenmessgerät. Damit
hat er festgestellt, dass in den letzten vier Wochen in unserem Garten 158 Liter Regen pro Quadratmeter
gefallen sind. Zum Vergleich: Im Februar 2014 betrug der durchschnittliche Niederschlag in Deutschland 34
Liter pro Quadratmeter...
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Baccharis halimifolia – eine Gefahr für die Umwelt

Diese aus Amerika stammende Art wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts wegen ihrer dekorativen
Eigenschaften und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen salzhaltige Gischt in Frankreich eingeführt. Heute
breitet sich der invasive Strauch in den Feuchtgebieten an der Gironde-Mündung massiv aus...
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Naturgewalten

Als langjährige Liebhaber von Frankreich und dem Medoc haben wir seit 15 Jahren eine Wohnung in Soulac sur
Mer direkt am Atlantik. In Deutschland hörten wir von der großen Flut Anfang Februar besonders an unserer
Küste und machten uns auf den Weg nach Soulac. Dort angekommen wurden wir schon auf der Strandstraße von
hohen Sandbergen auf den Bürgersteigen empfangen und hinter der Promenade sah es schlimm aus...
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