Von Hütte zu Hütte

 

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De refuge en refuge 3

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De refuge en refuge 7

An einem sonnigen Montagmorgen brechen wir von der Hütte von Mérens aus auf. Wir haben nach einem tollen Abendessen (Gemüselasagne und Milcheier) und nach der Nacht unter dem Dachboden der Hütte gerade unser Frühstück beendet und beginnen nun loszumarschieren, zu klettern, zu kraxeln. Kaum zu beschreiben das Schnaufen und die Anstrengung in den Beinen bei dem fünfstündigen Aufstieg – darunter zwei sehr schwierige Geröllstrecken.

Wir leiden, bis wir schließlich den See erreichen, an dem wir unser Picnic machen. Nach einer weiteren Stunde sind wir endlich auf dem Pass Porteille de Beysine (2333m). Eine Stunde Abstieg über Steinfelder bringt uns dann zur Hütte von Beysines. Der äußerst nette Hüttenwirt mästet uns mit „Boeuf Bourgignon“, danach geht es in die „Sardinenbüchse“ – unser Zimmer mit vier Stockbetten. Kurz darauf beginnt mit Schwätzen. Lesen, Schnarchen die erholsame Nacht, begleitet von Wind- und Regengeräuschen nach dem heftige Gewitter des Abends.

Am Dienstag klettern wir auf dem Wanderweg 10 (GR 10) hinauf zum Pass Coma d’Anvell (2455m), um ihn gleich darauf wieder zu verlassen. Wir haben während des Abstiegs über ein mörderisches Steinfeld (1 ½ Std.) einen wundervollen Ausblick auf den See von Lanoux. Kleine Wasserflächen da und dort, darüber strahlende Sonne in einem blauem Himmel, geschmückt mit ziehenden Wolken. Dann der Etang de Beys. Das ist an diesem Tag ein Spaziergang! Julien, der Hüttenwirt und Koch, empfängt uns mit einer köstlichen exotischen Platte (Schweinefleisch mit Ananas) und einer engagierten Ausführung zum Thema Tourismus in der Region Ariège. Wir schlafen in einem Zwischengeschoss: Welch ein Komfort! Es regnet, welch wunderbarer Klang!
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Von Pass zu Pass, von Hütte zu Hütte, die Tour ist gelaufen. Vier Tage weit ab von der Zivilisation, vier Tage Einsamkeit zu acht –es ist immer möglich, auch alleine zu sein, vorne, wenn man zu den Schnellen gehört, und hinten, wenn man sich hinterher schleppt – aber immer wundervolle Ausblicke auf die Landschaft, blühende Almen, immer neue Pfade, Wasserläufe, klarer Himmel, Stille. Manchmal ziemlich müde, aber immer wieder frisch, ermutigt, glücklich über das Geleistete, den weiten Raum der Landschaft, unsere Gruppe, unseren Führer: Wir danken euch herzlich, Christian und Safari-Médoc.


Huguette Hervieu (Grayan), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg


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