Der Leuchtturm von Richard

Karte: Leuchtturm von Richard
Der Leuchtturm von Richard Blick auf den Leuchtturm Am Leuchtturm von Richard Landschaft an der Gironde Die Küste am Leuchtturm Blick über die Gironde

Wenn Sie das Médoc einmal aus einem anderen Blickwinkel als dem der Weinberge, Strände, Wälder oder Seen kennenlernen möchten, bleibt Ihnen noch die Pointe du Médoc: die Gegend der Mattes, der Palus und der Girondemündung. Sie erreichen sie über die D2, die Route Castillonnaise, von Pauillac aus oder über Lesparre in Richtung Port de Goulée.

Von diesem charmanten kleinen Hafen aus, der früher dem Handel, später dem Fischfang und der Austernzucht diente und heute ein kleiner Freizeithafen ist, entdecken Sie eine Landschaft, die von Natur und Menschen geprägt wurde.

Wenn Sie der D2 in Richtung Saint-Vivien folgen, gelangen Sie zum Port de Richard und einige Kilometer weiter zu einem ungewöhnlichen Objekt am Straßenrand. Eine große rot-weiße Hochseeboje liegt an der Abzweigung eines Weges und weist gleichsam mit dem Finger in Richtung des Leuchtturms von Richard.

Ein langes Asphaltband, gesäumt von Tamarisken und endlosen Weiden, auf denen friedlich Rinder der Rasse Blonde d’Aquitaine grasen, führt bis zum Fuß des Deiches.

Sie befinden sich nun auf dem Gelände des Leuchtturms von Richard, das vom örtlichen Leuchtturmverein gepflegt wird. Zu seinen Füßen liegt jenseits des schützenden Deiches die Girondemündung, von den Einwohnern schlicht „la rivière“, der Fluss, genannt.

Die Gironde ist die größte Flussmündung Europas. Bei guter Sicht erkennt man am gegenüberliegenden Ufer in zwölf Kilometern Entfernung die Küste der Charente. Nach Norden reicht der Blick bis zur Kapelle von Talmont, zum Hafen von Meschers und zu den Kalkfelsen, die sich bis Royan ziehen. Über die Mündung hinweg sieht man Le Verdon, erkennbar an den drei Portalkränen des Handelshafens.

Die Pointe de Richard ist für die Menschen der Gegend ein beliebtes Ausflugsziel. An Sommersonntagen treffen sie sich hier, genießen den Strand an der Gironde und veranstalten Grillfeste. Die Älteren spielen Karten oder Boule, während die Jüngeren hinter den Tamarisken herumtollen und die Kleinsten zwischen den Ufersteinen nach Krabben suchen.