Katzenfürsorge

 

Im paradiesischen Euronat (wahrscheinlich aber auch in anderen Ferienzentren) leben zahlreiche mehr oder weniger auf sich gestellte Katzen, die ihren Besitzern entlaufen oder von diesen verlassen worden sind, als die Urlauber sich nach ihren Ferien auf den Heimweg machten. Das Leben dieser Tiere ist weder paradiesisch noch tierschutzgerecht und wäre es noch weniger, wenn sich nicht immer wieder engagierte Tierschützer fänden, die sich ihrer annehmen würden. Vor diesem Hintergrund hat sich eine Gruppe Gleichgesinnter zusammengefunden, die sich die Aufgabe gestellt haben, diese Tiere zu betreuen.

Katzen

Vordringlich soll dabei gesichert werden, dass sich die Katzen nicht unkontrolliert vermehren. Dazu müssen sie aber eingefangen und von einem Tierarzt fachgerecht kastriert werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Katzenfürsorge liegt in der Versorgung kranker Tiere. Auch hier geht es meist nicht ohne einen Tierarzt ab. Und schließlich muss bisweilen für Futter gesorgt werden. Unnötig zu sagen, dass all das Geld kostet.

Die Saison 2017 geht zu Ende und ich hoffe und wünsche mir nichts mehr, als dass keine weiteren kleinen Katzen, sei es mit oder ohne Mutter, hier in Euronat ausgesetzt und damit ihrem Schicksal überlassen werden (so wie es leider auch in diesem Jahr wieder der Fall war). Außerdem müsste es doch selbstverständlich sein, dass die Katzen der Hauseigentümer, aber auch der Urlauber, Besucher oder des Saisonpersonals - wenn sie schon mitgebracht werden, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist – bereits kastriert oder sterilisiert und gechipt oder tätowiert sind, damit man sie, falls sie doch entwischen, dem Besitzer wieder zustellen kann.

Seit 2007 kümmere ich mich intensiv um das Schicksal dieser Tiere und immer wieder ist mein Herz wie in einen Schraubstock genommen worden: Wenn Sie das Leid sehen würden, wie verängstigt, abgemagert und verzweifelt die Katzen sind, so dass sie vor Hunger sogar Vogelfutter (Körner) fressen! Und dazu kann man vemuten, dass sie aus einem wahrscheinlich liebevollen Zuhause kommen - oft unvorstellbar, was Tier und Mensch (Besitzer) da durchmachen. Nun, wie gesagt, durch meine langjährige Erfahrung und durch aufmerksames Beobachten der Tiere habe ich folgende Erkenntnis gewonnen:
Katzen, die hier den Urlaub mitmachen und aus welchem Grund auch immer hier bleiben, werden hauptsächlich durch die BÄUME irritiert, denn, wer von all den Urlaubern oder Eigentümern wohnt schon im Wald? Hinzu kommen neue Gerüche, eine fremde Umgebung etc.. Und nicht zu vergessen, auch hier im Wald gibt es Füchse, Dachse und andere für Katzen bedrohliche Tierarten. Darum bitte ich Sie inständig: achten Sie auf Ihr Tier oder wenn Sie eines in der Nachbarschaft sehen, dass es wieder mit nach Hause genommen wird.

Ich möchte mich bei all denen – Deutschen und Franzosen - auf das herzlichste bedanken, die mir mit Spenden in jeglicher Form und der Adoption von Katzen helfen. Es wäre sonst nicht möglich, dieser Aufgabe gerecht zu werden, der wir Tierfreunde Euronats uns stellen.

Petra Zideck (Grayan)

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