Ganz schön lecker

 

table saveurs

"Die internationale Gourmet-Tafel ist eine Initiative des Vereins Oiseau Lire, die inzwischen jedes Jahr veranstaltet wird. Der Verein bietet Französisch-Kurse für alle Interessenten einerlei woher sie kommen oder wozu sie die Sprache lernen möchten...“ ...“ (Renée Poufaucon / Journal du Médoc)

Stellen Sie sich einfach nur ein 15 Meter langes kaltes und warmes Buffet vor mit sage und schreibe über fünfzig unterschiedlichen Gerichten aus neununddreißig Ländern. Da läuft einem doch schon im Vorfeld das Wasser im Mund zusammen. Da gab es um nur ein paar zu nennen mexikanische „Tortillas mit Guacamole“, aus Laos „Pin Kai“(gegrilltes Hähnchen) und aus Vietnam „Bun go gio beo“, das ist Nudelsuppe mit Rindfleisch und Eisbein.

Die Frauen aus Madagaskar punkteten mit ihrem Nationalgericht „Romazawe“, das ist Reis mit Zebufleisch. Da es diese Tiergattung hier nicht gibt, musste wohl ein anderes Tier für dieses Gericht den Geist aufgeben. Ich weiß ehrlich nicht welches, aber es war lecker. Auf der Zunge zergangen ist bei mir der „Labhya“ Lammeintopf aus dem Niger. Einfach köstlich. Überzeugt haben mich auch die Marokkaner mit „Maokuda Foue Falafel“, ein frittiertes Kichererbsenmus. Der russische Beitrag waren „Russische Eier“. Eigentlich logisch. Leider waren es nicht die kleinen Eier vom Fisch, auch Kaviar genannt. Holland brachte seinen „smakeligen“ Käse zum Einsatz und Rumänien machte mich fast süchtig mit einem Nachtisch, von dem ich heute noch träume.

Unser deutscher Beitrag? Rheinische Reibekuchen mit Zuckerrübensirup. Eine Delikatesse nicht nur für Deutsche, sondern auch für die Teilnehmer. Ruckzuck war die Riesenplatte mit Reibekuchen (crepe de pommes de terre) leergeputzt. Nachschlag gab es an diesem Abend leider keinen.

Alles in allem ein gelungener Abend des Vereins „l’oiseau lire“. Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter und an alle, die da waren. Und natürlich „Merci Beaucoup“. Schließlich waren wir auch zum Französichsprechen gekommen. Das durfte dann jeder bei der Präsentation seines lukullischen Beitrags unter Beweis stellen. PS: Erst beim Essen habe ich dann festgestellt, was dort wirklich präsentiert wurde. Die französisch gesprochenen Präsentationen der Gerichte haben – wie ich -viele verstanden.

Klaus Schinofen (Bégadan)