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Die deutsche Viertelstunde

 

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Die deutsche Viertelstunde

Xavier, ein Mitarbeiter des lokalen Radiosenders AQUI FM, hat eine deutsche Freundin und so kam er auf die Idee, deren Landsleuten einen kleinen Augenblick in ihrer Muttersprache zu gönnen. Das ist nicht unwichtig, weil man damit zeigt, dass man aqui (span: hier), Pardon, hier, diejenigen nicht vergisst, die diese Halbinsel als Domizil gewählt haben.

Christian war zur Stelle, und so wurde "die deutsche Viertelstunde" geboren - mit einem kleinen Augenzwinkern in Richtung der berühmten "medoquinischen Viertelstunde" (die Zeit, die man im Médoc später als angekündigt kommt, vergleichbar mit der akademischen Viertelstunde). So wird nun jede Woche zu zwei Sendezeiten immer am selben Wochentag gesendet, das erste Mal am Dienstag (weil der erste Sendetag der 14. Juli gewesen wäre, was aber wegen des Feiertags nicht sein durfte). Nun also wird die Sendung bis zum 15. August immer donnerstags ausgestrahlt. Als Startmusik wurde die Melodie der 99 Luftballons von Nena aus dem Jahr 1983 gewählt.

In dieser Viertelstunde wurden die Wetteraussichten, ein Interview, Vorschläge für Ausflüge und ein leicht zu kochendes Rezept (von Elke Schwichtenberg präsentiert, diesmal ein Ratatouille mit sonnengereiftem Gemüse hiesiger Märkte), an den Anfang der Sendung gestellt. Das erste Interview (mit Ullrich Marwedel) hatte die Gefahren an den Atlantikstränden zum Thema, die gefährlichen Unterströmungen, die Quallen und die Rückkehr des Seehundes YOU, der inzwischen ziemlich gewachsen ist.

Als Ausflugsziele wurden vorgestellt: die Häfen von Saint-Vivien und Le Verdon, Ausfahrten mit dem Schiff La Bohème, eine deutschsprachige Bunkerführung in Les Arros (nördlich von Soulac), das Eröffnungskonzert der Konzertreihe "Voûtes et Voix" ("Ein Abend in Buenos Aires"), ein Vortrag in Montalivet zum Thema "Die Geschichte der Weinberge und der Châteaux im Médoc" sowie "Die Nacht der carrelets" am Leuchtturm von Richard. Diese Bandbreite verdeutlicht (...wenn dies denn überhaupt notwendig ist) gut die Reichhaltigkeit des kulturellen Angebots der Region.

Christian nimmt die Sequenz "Agenda" vor unseren Augen auf...und natürlich vor unseren Ohren. Die Aufnahme ist gelungen, auf Anhieb, wenn da nicht einige Syntaxfehler zu verbessern gewesen wären, die dem Perfektionisten in die Quere kommen...wie man uns berichtet hat, weil wir - leider - die Sprache Goethes nicht beherrschen.

Michèle Morlan-Tardat (Vertheuil), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg

Kommentar: #1#2#3

Auszug aus einem Artikel des Journal du Médoc vom 15. Juli 2016