Der Hafen von Saint Vivien

 

carte

port de Saint-Vivien

port de Saint-Vivien

port de Saint-Vivien

port de Saint-Vivien

port de Saint-Vivien

port de Saint-Vivien

Saint-Vivien ist ein kleines Gemeindegebiet, das man am besten bei solchen Spaziergängen oder Erkundungen kennenlernen kann, die über Verbindungswege und kleine, von Gräsern und Blumen überwucherte Sträßchen führen, um schließlich eine himmlische Ruhe fernab dem Trubel der Atlantikküste zu finden. In der Ortsmitte und um den Kern des Ortes herum nutzen viele das Fahrrad zum Einkaufen, um einen Brief zur Post zu bringen, einen Café zu trinken, aber auch, um zum Hafen zu fahren und dort das zauberhafte Licht der „kleinen Camargue“ zu genießen - bei einem Glas Cidre, einem Rum arrangé, man mag ein oder zwei Crepes essen, ein Dutzend Austern oder Muscheln von der Plancha-Platte, und das entlang eines Kanals, der von Schilfröhricht und Fischerhütten gesäumt ist. Dort nämlich gibt es Restaurants und Hütten, in denen Kunstausstellungen zu sehen sind, es gibt aber auch trocken gelegtes und in Aufzuchtbecken umgewandeltes Sumpfgelände, in denen Austern, Muscheln und Gambas gezüchtet werden.

Ein bisschen weiter weg durchquert man dann die „mattes“, ein kultiviertes Land, dessen Oberfläche etwas tiefer als der Meeresspiegel liegt. Man kann dort „tonnes à canard“ und „Fischer-carrelets“ entdecken und gelangt schließlich zum Deich und zum Strand, dort wo Alexandra Baluto vom Reitstall von Saint-Vivien - anlässlich ihrer Reitausflüge entlang der Gironde - Reiter und Pferde zur Erfrischung hinführt.

Dort gibt es seit Jahren schon ein Ausflugslokal, in dessen Nähe die Ausflügler die Frankton-Stele entdecken können. Sie weist auf eine der gewagtesten und gefährlichsten Kommando-Missionen der britischen Streitkräfte hin, die sich im Dezember 1942 gegen die im Hafen von Bordeaux stationierten deutschen Schiffe richtete.

Abseits der befestigten Wege und abseits der Bebauungen öffnet sich die Landschaft um Saint-Vivien zu einem endlosen Raum. „Ein Paradies“ für so manchen: kleine Straßen und Wege, gesäumt von Jahrhunderte alten Tamarisken, Heckenrosen und Brombeeren, entlang an Kanälen, an denen man Silberreihern und Fischreihern oder Regenpfeifern begegnen kann, bis hin zu den „mattes“ und Deichen am Ufer der Gironde, wo man auf Fischer in Carrelets und Angler trifft...

Dominique Rouyer (Saint-Vivien), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg