Wenn einer den Taktstock schwingt...

 

Crescendo Médoc ist eine lustige Truppe von etwa dreißig Chorsängern, Männern und Frauen, denen es Freude macht, unter der Leitung von Guy Varennes ein abwechslungsreiches Musik-Repertoire einzustudieren und hier und da aufzuführen.

Crescendo Médoc

Zwanzig musikfreudige, singfreudige Pappenheimer sind kein Pappenstil für einen professionellen Dirigenten, der auf einmal Amateuren gegenübersteht, von denen bei Weitem nicht alle Musiker sind, einige noch nicht einmal Noten lesen können. Guy Varennes hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Médoc Musik auch dahin zu bringen, wo noch alles brach liegt und hat es tatsächlich in einem Jahr geschafft, aus dieser Truppe bereits etwas Nennenswertes zu machen, dem Chor Charakter und Fülle zu geben, und mit jedem Üben ein bisschen mehr an Harmonie.

Choeur Crescendo Médoc

Extraits du concert à Queyrac, 2013

Wenn auch, bis auf einige Ausnahmen, die Sänger unausgebildet sind und der Chorleiter alle Mühe hat, das Talent der einen mit den Wünschen der anderen in Übereinstimmung zu bringen, rühren andererseits genau hieraus gute Laune, Schalkhaftigkeit und Freude am gemeinsamen Üben. Hier hat jeder, der neu mitsingen will, beste Chancen, sich im Handumdrehen integrieren und ins Programm seiner Stimme einarbeiten zu können.

Crescendo Médoc ist nach meinen Erfahrungen eine lebenslustige und aufnahmefreudige Gruppe, in der es jeder, der neu hinzukommt, leicht hat, sich schnell und stressfrei einzugliedern. Immerhin ist Chorsingen nicht anders denkbar als in der geteilten Freude an musikalisch-harmonischer Gruppendynamik.

Claudéa Vossbeck-L’Hoëst (Saint Yzans)