Man spricht französich!

 

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Man spricht französich!

Jeder einzelne wird bei Oiseau Lire (Lesparre) herzlich per Handschlag begrüßt. Nicht auf die französische Art mit Küsschen Küsschen. Eigentlich ungewöhnlich. Dann werden die Tische zusammengestellt. Jeder findet einen Platz im kleinen Raum des Hauses auf dem Hinterhof mitten in Lesparre. Gestenreich ist die Kommunikation. So überbrückt man die fehlenden Sprachkenntnisse. Eben Französisch international.

Harte Vokale der Osteuropäer, das unausgesprochene „R“ der Asiaten, die schwingende Melodie der Angelsachsen und das undefinierbare Timbre der Alemannen. Gemixtes Ton-Orchester.

Alle mit dem Ziel, diese Sprache zu lernen. Es macht Spaß. Und es ist anstrengend. Sehr anstrengend. Da ist zum Beispiel Cornelius. Er ist Holländer und hat sich entschlossen seinen Altersruhesitz nach Vendays zu verlegen. Weit von zu Hause weg ist auch Xenia aus Madagaskar und spannend ist die Geschichte von Natascha aus dem fernen Russland. Überhaupt ist der Osten Europas stark vertreten. Polen, Rumänien, Ungarn, Bulgarien.

Nicht ganz so fremd ist es für einige aus Marokko und Algerien. Dort wird ja auch teilweise französisch gesprochen. Auch Xeila aus dem Niger (nicht zu verwechseln mit Nigeria) ist dabei, deren Vater ein echter Touareg ist. Dazu Honing aus Thailand, Che aus Vietnam und Togo aus Namibia. Bald hätte ich vergessen Lady S. aus Good Old England zu erwähnen. Bei einem solch internationalen Kreis ist es gut zu wissen, dass Sylvie (die Lehrerin) weiß, wie man die unterschiedlichen Kulturen französisch zusammenbringt.

Nach zwei Stunden ist Schluss. Alle gehen nach Hause in die unterschiedlichsten Richtungen. Nächste Woche sieht man sich wieder.

A bientôt.

Klaus und Margarete Schinofen (Canissac)